Dr. med. dent. Jörg Munack, M.Sc. M.Sc.

Dr. med. dent. Jens Becker, M.Sc. M.Sc.

Prophylaxe

Trainingsplan für die Mundgesundheit

Jeder Mensch sollte vor allem ein Ziel haben: Die gesunden Zähne möglichst lange zu behalten! Der beste Weg dahin ist eine zahngesunde Lebensweise ab dem ersten Zahn. Wenn Zähne verlorengehen, dann ist meistens eine Parodontitis im Spiel – die bakterielle Entzündung des Zahnbettes, in dem die Zähne verankert sind. Risikofaktoren wie Stress, Rauchen, eine mangelnde Mundhygiene oder bestimmte Medikamente, treten vor allem bei erwachsenen Patienten verstärkt auf. Dank moderner Prophylaxekonzepte in der Zahnarztpraxis können mögliche Risiken rechtzeitig erkannt und die Patienten individuell behandelt werden. Die gründliche Reinigung des gesamten Mundraums und vor allem die Reduktion der Bakterienzahl im Mund sind die Ziele einer guten Parodontitis-Therapie.

Gute Pflege fängt zu Hause an

Mindestens zweimal pro Jahr sollte eine umfassende Kontrolle der  Mundgesundheit in der Zahnarztpraxis stattfinden. Dazu gehören immer auch präventive Maßnahmen, wie eine professionelle Zahnreinigung. Für die Basis gesunder Zähne sorgt aber jeder Patient selber – durch eine optimale Mundhygiene zu Hause und ein zahngesundes Verhalten im Alltag. Erwachsene – vor allem berufstätige Patienten – müssen hier einen idealen Ablauf finden. Grundsätzlich werden die Zähne morgens und abends mit fluoridhaltiger Zahnpasta gründlich gereinigt. Am Abend sollten die Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdental-Bürstchen von den Belägen des Tages befreit werden. Wer den bakteriellen Belag möglichst gründlich beseitigen möchte, der reinigt auch einmal täglich die Zunge. Mit welchen Zahnbürsten, Zahnpasten und anderen Hilfsmitteln Sie zu Hause agieren und welche Techniken geeignet sind – das erklären Ihnen die Profis in der Zahnarztpraxis.

Der zahngesunde Alltag

Der regelmäßige Besuch in der Zahnarztpraxis und die optimale Hygiene und Pflege zu Hause sind zwei Säulen für Ihre Mundgesundheit. Die dritte Säule ist das Verhalten im Alltag – dazu gehören vor allem:

  • Die Ernährung!
  • Der Umgang mit Genussmitteln und Medikamenten!
  • Die mechanische Belastungen der Zähne und der Kieferknochen!

Eine zahngesunde Ernährung reduziert vor allem die Belastung der Zähne durch säurehaltige Speisen und Getränke. Wein, Obstsäfte und vor allem Limonaden und Colagetränke enthalten Säuren, die den Zahnschmelz aufweichen und wichtige Mineralstoffe entziehen. Zu viel Zucker erhöht die Risiken für die allgemeine Gesundheit und für Ihre Zähne. Die Bakterien in unserem Mund ernähren sich hauptsächlich von Zucker (Kohlehydrate), den sie in Säuren umwandeln. Weniger Zucker heißt somit auch: weniger Bakterien und weniger Säuren!

Zu den größten Risikofaktoren für Ihre Mundgesundheit gehört das Nikotin. Das Nervengift verengt die Blutgefäße und reduziert die Zufuhr von Sauerstoff, Mineralien und Vitaminen. Das Immunsystem wird dadurch geschwächt und Entzündungen, wie eine Parodontitis, können kaum bekämpft werden.

Wer in der Nacht mit den Zähnen knirscht und so seinen Alltagsstress verarbeitet, der schadet seinen Zähnen massiv. Die starke Kaumuskulatur übt große Kräfte auf die Oberflächen der Zähne aus und sorgt für einen Abrieb des Zahnschmelzes.