Dr. med. dent. Jörg Munack, M.Sc. M.Sc.

Dr. med. dent. Jens Becker, M.Sc. M.Sc.

Prophylaxe

Der Zahnarztbesuch

Der regelmäßige Besuch der Zahnarztpraxis ist vor allem für ältere Patientinnen und Patienten ein zentraler Pfeiler ihrer Gesundheitsvorsorge. Gerade bei kranken und geschwächten Menschen ist es wichtig, die Belastung durch Keime und Bakterien in der Mundhöhle dauerhaft so gering wie möglich zu halten. Ist das Immunsystem durch chronische Erkrankungen bereits stark angegriffen, drohen durch weitere Entzündungen erhöhte Risiken für die Gesundheit älterer Menschen. Der Expertenrat: Alle drei Monate sollten ältere Menschen Kontakt zu ihrer Zahnarztpraxis haben! Zweimal im Jahr erfolgt die umfassenden Kontrolle durch den Zahnarzt, um Risiken durch bakterielle Entzündungen rechtzeitig zu entdecken und zu handeln. Auch die Mundschleimhaut sollte genauestens untersucht werden – so kann auf Anzeichen möglicher Tumore früh genug reagiert werden.

Je nach zahnärztlichem Befund findet mindestens zweimal im Jahr eine umfassende professionelle Zahnreinigung statt. Hier reinigen die Prophylaxeprofis in der Zahnarztpraxis in Hannover die Zähne, die Zahnzwischenräume und den Zahnersatz. Dabei entfernen sie die bakteriellen Beläge auch an Stellen, die im Rahmen der alltäglichen Pflege nicht zu erreichen sind – beispielsweise in den tiefen Zahnfleischtaschen!

Ernährung und Medikamente im Alter

Die Ernährung spielt bei Senioren eine wichtige Rolle für die Gesundheit und die allgemeine Lebensqualität. Auch wenn der Körper jetzt weniger Energie benötigt und die Kalorienzufuhr reduziert werden kann – Mineralien, Vitamine, Spurenelemente und andere lebenswichtige Vitalstoffe sollten weiterhin mit der normalen Nahrung aufgenommen werden. Keine Frage: Die Zähne spielen hier eine große Rolle, sind sie doch der erste Teil der komplexen Kette von Nahrungsaufnahme und Verdauung. Menschen, die aufgrund fehlender oder kranker Zähne nicht mehr richtig beißen und kauen können,, bevorzugen immer mehr flüssige oder breiige Lebensmittel. Wenn Menschen nur noch essen, was sie können und nicht mehr das, was sie sollten – dann drohen Fehl- und Mangelernährung mit den bekannten gesundheitlichen Gefahren. In der Zahnarztpraxis sollte auch hier eine umfassende Beratung und Aufklärung von Patienten, Angehörigen und Pflegekräften stattfinden.

Nicht nur die Ernährung sollte in den Beratungsgesprächen in der Zahnarztpraxis eine Rolle spielen. Auch Medikamente, die im Alter verstärkt regelmäßig eingenommen werden, beeinflussen die Mundgesundheit in hohem Maße. So greifen Antibiotika nicht nur schädliche Bakterien an, sie zerstören auch wichtige Bestandteile der Mundflora. Bestimmte Antidepressiva oder Antihistaminika führen zu einer verstärkten Mundtrockenheit. Der Speichel gehört zu den wichtigen Mechanismen der Selbstreinigung für Zähne und Zahnfleisch. Wird der Speichelfluss stark reduziert, steigen die Risiken für bakterielle Entzündungen und Blutungen zusätzlich an. Andere Medikamente – wie Blutdrucksenker – sorgen für Schwellungen und Blutungen des Zahnfleischs. Eine normale Reinigung wird dadurch deutlich erschwert.

Grundsätzlich sollten Zahnärzte immer einen engen Kontakt zu den behandelnden Fachärzten ihrer Patienten pflegen, um über die aktuelle Medikamenteneinnahme informiert zu sein. Gerade vor zahnmedizinischen Eingriffen ist es wichtig zu wissen, ob die Patienten beispielsweise mit Medikamenten, wie Marcumar (hemmt die Blutgerinnung), behandelt werden.