Dr. med. dent. Jörg Munack, M.Sc. M.Sc.

Dr. med. dent. Jens Becker, M.Sc. M.Sc.

Piercings im Mund können Zähnen und Zahnfleisch schaden!

junge frau mit zungenpiercing und zähnen

Wenn Piercings aus Zunge, Lippe oder dem Gaumenbändchen herausschauen, sieht man nie die ganze Wahrheit. Die eine Seite mag glänzen, doch auf der anderen verbergen sich oft kranke Zähne und entzündetes Zahnfleisch. Die Zahnprofis des ZMTAA aus Hannover haben hierzu eine klare Meinung: „Wir halten Piercings für ein Gesundheitsrisiko, denn Metall im Mund kann Zähne und Zahnhalteapparat schädigen!“

Aus Lust auf etwas Schmuck wird schnell Frust, wenn die Zähne und der Kiefer ständig schmerzen. Das kann durch ein Piercing passieren, weil Zähne abbrechen oder sich Infektionen und Entzündungen im Mund breit machen – zum Beispiel durch unsaubere Arbeit vom Piercer oder schlechte Reinigungsmöglichkeiten. Und wenn die Mundgesundheit leidet, ist es mit der Freude am Metall in Zunge oder Lippe auch vorbei.

Nur die Wenigsten beschäftigen sich vor dem Gang ins Piercing-Studio mit den Folgen für Zähne und Zahnfleisch. Viel eher geht es um die Frage:  Venom, Tongue oder doch Marley?

Piercings zerstören den Zahnschmelz

Ob horizontal durch die Zunge, senkrecht oder durch das Zungenbändchen –   wo man sich das Metall auch hineinstechen lässt, den Zähnen tut man damit garantiert keinen Gefallen.

Immer wieder behandeln wir Patienten, die unter ihren Piercings leiden. Vor allem das Metall in der Zunge bereitet ihnen Schmerzen. Das Piercing schlägt beim Sprechen andauernd gegen die Zähne, und das zerstört den Zahnschmelz. Der gilt als eine der härtesten Substanzen der Erde, doch gegen die ständigen Schläge ist selbst der machtlos. Sein Schutzmantel bekommt Risse, das macht die Zähne empfindlicher und das Risiko für Karies steigt.

Der Knochen bildet sich zurück

Auch die Stelle an der Unterlippe wird gerne durchstochen. Da schaut dann eine kleine Metallkugel raus, das mag ja vielleicht noch irgendwie ästhetisch wirken. Doch innen sieht es anders aus: Durch den Druck des Piercings bildet sich das Zahnfleisch und der darunterliegende Knochen zurück. Irgendwann fallen die Zähne aus, weil sie den Halt verlieren.

Unsere Botschaft ist deshalb: Überlegen Sie es sich gut, ob Sie das Ihren Zähnen wirklich antun möchten. Wenn Sie schon ein Piercing haben, verwenden Sie Stecker aus Kunststoff, nicht aus Metall. Keine Krankenkasse oder Versicherung kommt für Folgeschäden auf. Entscheiden Sie sich trotzdem für den Metallschmuck, müssen Sie sich besonders gut um Zähne und Zahnfleisch kümmern.

Regelmäßige Kontrolle und Reinigung in der Zahnarztpraxis

Das heißt: Alle drei Monate zur Prophylaxe und Professionellen Zahnreinigung zu uns in die Praxis kommen.

Information: Gesundheit durch Individualprophylaxe

Wenn Sie Fragen zu dem Thema Piercings haben, sprechen Sie uns bei Ihrem nächsten Besuch an. Wir nehmen uns Zeit und beraten Sie gerne, damit Sie Ihre Entscheidung später nicht bereuen!

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