Dr. med. dent. Jörg Munack, M.Sc. M.Sc.

Dr. med. dent. Jens Becker, M.Sc. M.Sc.

Welto-Oteoporose-Tag: Zahnimplantate trotz Knochenschwund

Rund sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden an Osteoporose. Bei den Betroffenen funktioniert der Knochenstoffwechsel nicht richtig. Die Folge: Die Knochen werden porös und brüchig. Der Traum vom genussvollen Leben mit Zahnimplantaten muss aber nicht mit der Diagnose Osteoporose enden. Wir erklären, wie Betroffene trotz Knochenschwund mit Zahnimplantaten versorgt werden können.

Bisphosphonate schwächen den Kiefer

Die wichtigste Voraussetzung für den Implantaterfolg ist die Knochendichte im Kiefer. Hier hinterlässt die Erkrankung selbst in der Regel wenig Spuren. Gefährlich für den Kieferknochen wird es jedoch, wenn Patienten Bisphosphonate einnehmen, um das Fortschreiten der Osteoporose zu verlangsamen.

„Das hat zur Folge, dass bei chirurgischen Eingriffen schneller Knochennekrosen im Kiefer entstehen“, erklärt Zahnarzt Dr. Jens Becker. Deshalb sollten Patienten mit Osteoporose lieber alternative Therapien anstreben.

„Besonders Behandlungen mit hochdosierter Vitamin D3- und K2- Supplementierung zeigen Erfolg. Bei einer gut eingestellten Therapie können natürlich auch Patienten mit Osteoporose mit Implantaten versorgt werden“, betont Zahnarzt Dr. Jörg Munack. Studien zeigen sogar, dass Knochenschwund keinen entscheidenden Einfluss auf den Erfolg eines Implantats hat.

Lösungen für einen stabilen Kieferknochen

Es ist jedoch wichtig, mögliche Risikofaktoren vor dem Eingriff auszuschließen. Mit einer Knochendichtemessung stellen wir fest, ob Ihr Kieferknochen genügend Substanz für die künstlichen Zahnwurzeln bietet. Dr. Jens Becker: „Entscheidend ist immer die lokale Knochenqualität am Ort der Implantatpositionierung. Sollte der Knochen zu locker sein, gibt es Verfahren, den Knochen bei der Präparation zu verdichten oder mit dem entsprechenden Implantatdesign stabiler zu machen.“

Wir arbeiten bei Osteoporose-Patienten immer sehr eng mit den zuständigen Fachärzten zusammen. So sind wir über den Krankheitsverlauf informiert und können gemeinsam über eine mögliche Medikamentenpause oder eine andere Medikamentierung vor der Implantation entscheiden.

Es ist jedoch vom Einzelfall abhängig, wie gut die Chancen auf eine erfolgreiche Implantation sind. Sie können sich aber sicher sein: Wir finden gemeinsam einen Weg, damit Sie das Leben genießen können – mit Zahnimplantaten!

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