Dr. med. dent. Jörg Munack, M.Sc. M.Sc.

Dr. med. dent. Jens Becker, M.Sc. M.Sc.

Fluoride in der Zahnpasta: Deshalb sollte niemand auf sie verzichten

Fluoride reichern die Zahnpasta an – immer wieder auch die Schlagzeilen. Das ZMTAA erklärt, welche wichtigen Aufgaben Fluoride übernehmen und warum sie zu Unrecht umstritten sind.

Fluoride – warum sind sie wichtig für die Zahngesundheit?

Zähne arbeiten für unseren Organismus. Mit ihnen zerkleinern wir zum Beispiel die Nahrung, darunter auch harte Nüsse oder einen knackigen Apfel. Diese Aufgabe lösen die Zähne gut – weil sie sehr stabil sind. Die Zahnmedizin spricht von der Zahnhartsubstanz. Das sind Zahnschmelz, Dentin und Zement – sie bestehen aus Kristallstrukturen.

Säuren entmineralisieren diese Kristallstrukturen und greifen sie an.

Das passiert zum Beispiel durch den Verzehr von Zucker. Kariesbakterien im Mund wandeln sie in Säure um und die schädigt den Zahnschmelz. Die Karies beginnt bei mangelhafter Mundhygiene.

Fluoride können die Beschaffenheit dieser Zahnhartsubstanz verbessern.

Das Spurenelement lagert sich in den Zahnschmelz-Kristallen ein und fördert die Beständigkeit gegen Säuren. Und wie gelangen Fluoride zu den Zähnen? Zum Beispiel durch regelmäßiges Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta. Sie schützt die Zähne vor Säureangriffen und beugt Karies vor.

 Wie kommt es zur Ablehnung von Fluorid?

Zunächst scheint es ein Missverständnis zu geben. Fluorid wird mit dem hochgiftigen Fluor verwechselt. Das gelangt sicherlich in keine Zahnpastatube! Fluoride gehört zu den weltweit am häufigsten untersuchten Medikamenten.

Zur sogenannten Fluorose kommt es, wenn man Fluorid in stark erhöhter Dosis zu sich nimmt. Ursachen können Fluorid-Tabletten oder fluoridiertes Trinkwasser sein. Anzeichen sind weiße oder bräunliche Flecken auf der Zahnoberfläche. Wir schauen uns das im ZMTAA genau an und helfen. Wer sich regelmäßig die Zähne mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta putzt, macht alles richtig.

Wann startet die Zahnpflege mit fluoridhaltiger Zahnpasta?

Der erste Zahn gibt den Startschuss für die Pflege mit fluoridhaltiger Zahnpasta. Eltern verwenden spezielle Zahnpasta für Kinder. Die Menge an Fluorid beträgt maximal 500ppm – das steht für parts per million. Sie geben einen erbsengroßen Klecks auf die Kinderzahnbürste und säubern sanft die Milchzähne. Als Orientierung für die richtige Menge sind manche Kinderzahnbürsten mit farbigen Borsten ausgestattet. Dieses Feld sollte die Zahnpastamenge ausfüllen.

Jugendliche und Erwachsene putzen natürlich fleißig weiter. Bleibende Zähne pflegt man mit einer Zahncreme, die mit 1500ppm angereichert ist. Ein Blick auf die Tube klärt auf.

Die Deutsche Gesellschaft für Präventivmedizin und andere Fachgesellschaften haben neue Empfehlungen zur Verwendung von Fluoriden in der Zahnpasta veröffentlicht. Hier gibt es die Übersicht: Neue Empfehlungen für Kinderzahnpasten mit Fluorid

Auf die Technik kommt es an: Damit Fluoride aus der Zahnpasta auch effektiv schützen, braucht es Routine. Wir laden Sie herzlich zum Putztraining ein! Sprechen Sie uns gerne darauf an. Im Zug der nächsten Vorsorgeuntersuchung geben wir Ihnen praktische Tipps zum Zähneputzen.

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