Dr. med. dent. Jörg Munack, M.Sc. M.Sc.

Dr. med. dent. Jens Becker, M.Sc. M.Sc.

Was hilft gegen Zähneknirschen?

Zerknirscht aufgewacht heute Morgen? Dann haben Sie im Schlaf wahrscheinlich wieder Probleme durchgekaut. Etwa 30 Prozent der Deutschen nehmen den Stress mit ins Bett und beißen sich durch die Nacht. Das ständige Zähneknirschen macht nicht nur müde, sondern schadet auch Zähnen und Gesundheit. Wie die Nächte wieder erholsam werden und die Zähne zur Ruhe kommen, erfahren Sie im Blog.

Deshalb knirschen wir mit den Zähnen

Der Kopf gibt häufig selbst in der Nacht keine Ruhe. Wir nehmen unverarbeitete Konflikte und Emotionen vom Tag mit ins Bett und kauen sie durch. Das Kiefergelenk dient als eine Art Ventil, in dem sich der emotionale Ballast entladen kann. Für die Zähne ist das Stress pur. Teilweise reiben und pressen Betroffene die Zahnreihen mit dem Zehnfachen des normalen Kaudrucks aufeinander. In der Zahnmedizin sprechen wir bei dieser intensiven Form des Knirschens von “Bruxismus”.

Knirschen ist also meistens Kopfsache. Doch das Problem kann auch woanders liegen. Eine zu hohe Füllung genügt schon, damit die Zahnreihen nicht mehr richtig aufeinander passen. Der Körper strebt immer nach Harmonie. Also versucht er, dieses Ungleichgewicht zu beheben und spannt die Kiefermuskulatur an. Die Energie entlädt sich durch das Zähneknirschen.

Das sind die Folgen von ständigem Zähneknirschen

Bis zu 20 Minuten und mit einer Kraft von bis zu 800 Newton reiben die Betroffenen die Zähne aufeinander. Zur Einschätzung: Normalerweise haben die Zähne am Tag nur wenige Minuten Kontakt. Dabei beißen wir sie mit etwa 30 Newton zusammen.

Diese extremen Belastungen machen die Zähne nicht lange mit. Knirscher reiben sich Nacht für Nacht Zahnsubstanz ab. Es kommt zu gesundheitlichen Folgen.

Die Folgen von Bruxismus für die Zahngesundheit: 

  • Risse im Zahnschmelz und an Kronen und Brücken
  • keilförmige Defekte an den Zähnen
  • zurückgewichenes Zahnfleisch
  • veränderte Bisslage
  • Fehlhaltungen
  • extreme Verspannungen

Jeder knirscht wohl hin und wieder mit den Zähnen. Doch spätestens, wenn die Gesundheit darunter leidet, ist es Zeit für einen Zahnarztbesuch. Wenn Sie rechtzeitig ins ZMTAA kommen, können wir eine schmerzhafte Kettenreaktion vermeiden. Denn eine mögliche Folge von krankhaftem Zähneknirschen ist eine Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD).

So schützen wir die Zähne

Eine speziell angefertigte Schiene schützt die Zähne vor den Knirschattacken. Sie lässt sich problemlos auf die Zahnreihe setzen und wirkt wie ein Puffer, wenn sich Zähne nachts mal wieder zu nah kommen.

Auch mit Schiene im Mund werden Sie nachts weiter knirschen. Deshalb sollten Sie auch am eigentlichen Problem arbeiten – dem Umgang mit Stress. Hierfür sind wir zwar keine Experten, aber schlafen müssen wir auch. Häufig hilft es schon, sich vor dem ins Bett gehen noch einmal aktiv mit dem Erlebten auseinanderzusetzen. Eine bestimmte Schlafroutine kann auch helfen, abends besser abzuschalten.

Parallel dazu schauen wir uns auch gerne an, ob Füllungen oder Kronen den Zusammenbiss stören. Nach einer Anpassung entspannt sich die Kiefermuskulatur in der Regel sehr schnell wieder.

Zerknirschter Morgen trotz ausreichend Schlaf? Wir finden heraus, was die Nachtruhe stört. 0511 5151480

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