Zahnarzt-Deutsch / Deutsch-Zahnarzt:
Zahnmedizinische Fachbegriffe einfach erklärt

Wenn sich zwei Zahnärzte unterhalten, verstehen Sie nur Bahnhof? Die zahnmedizinische Fachsprache kann kompliziert sein und ist für Laien nicht immer einfach zu verstehen. Wir erklären Ihnen einige wichtige Fachbegriffe und was Sie als Patient darüber wissen müssen.

Was bedeutet Endodontie?

Endodontie– wörtlich: die Lehre vom Zahninneren – ist der Teil der Zahnheilkunde, der sich mit Erkrankungen von Pulpa (Zahnmark) und Dentin (Zahnbein) beschäftigt. Eine Entzündung im Zahninneren wird meist von durch Rissen oder Löchern im Zahn ins Wurzelsystem des Zahns eindringenden Karies-Bakterien verursacht.

Ziel der Behandlung ist es, die Bakterien vollständig aus dem Gewebe zu entfernen. Anschließend ist der Zahn so zu verschließen, dass die Bakterien nicht mehr ins Innere gelangen können. Das geschieht etwa per Wurzelkanalbehandlung oder Wurzelspitzenresektion. In vielen Fällen kann dadurch der Zahn erhalten werden.

Parodontitis und Parodontose:
was ist der Unterschied?

Die beiden Begriffe werden oft synonym gebraucht, bezeichnen aber tatsächlich zwei unterschiedliche Erkrankungen:

  • Parodontitis
    Eine Parodontitis ist eine bakterielle chronische Entzündung des Zahnhalteapparats (Parodont), also von Kieferknochen, Bindegewebe, Zahnfleisch und kollagenen Fasern. Sie beginnt meist mit Zahnfleischbluten und kann unbehandelt zu Knochenabbau, Zahnlockerung und Zahnverlust führen.
    Parodontitis ist die Ursache Nummer eins für Zahnverlust bei Menschen über 40. Über die Blutbahn können Parodontitis-Bakterien außerdem in den restlichen Körper gelangen. Dort können sie Krankheiten wie Schlaganfälle oder Herzinfarkte auslösen. Eine regelmäßige Prophylaxe schützt.
  • Parodontose
    Bei einer Parodontose verändert sich das Parodont aus anderen Gründen, die nicht auf einer Entzündung beruhen. Aber auch bei einer Parodontose baut sich der Knochen ab. Diese Erkrankung tritt nur selten auf.

Was versteht man unter Implantatprophylaxe?

Müssen Zähne ersetzt werden, werden dafür Implantate verwendet. Das sind künstliche Zahnwurzeln, die nach Zahnverlust in den Kieferknochen eingesetzt werden. Sie dienen als Basis für festsitzenden Zahnersatz wie Kronen oder Brücken. Damit diese schmerz- und beschwerdefrei bleiben, muss vorgesorgt werden: Der Zahnarzt spricht dabei von einer Implantatprophylaxe.

Eine gute Implantatprophylaxe geht so: Mindestens alle sechs Monate sollten bakterielle Beläge per Professioneller Zahnreinigung auf der Oberfläche entfernt. Außerdem sollte der Zustand des Kieferknochens untersucht werden. So haben Erkrankungen wie eine Periimplantitis, eine Entzündung des Implantatbetts, keine Chance,der Patient bleibt gesund und das Implantat hält möglichst lange.

Augmentation – was ist das?

Knochenschwund gehört zu den zehn häufigsten chronischen Krankheiten und kann auch den Kieferknochen betreffen. Die Ursachen sind divers und reichen von Entzündungen im Kiefer bis hin zu mechanischen Auslösern wie Schlägen. Bei einer Augmentation wird verloren gegangenen Kieferknochen wieder hergestellt.

Nur wenn ausreichend stabiler Knochen vorhanden ist, kann ein Patient mit Implantaten versorgt werden. Für den Aufbau ist chirurgischer Eingriff erforderlich, bei dem entweder künstliches Material oder körpereigener Knochen eingesetzt wird. Je nach Intensität des Knochenverlusts stehen verschiedene Verfahren zur Auswahl.

Was versteht man unter einem Achter?

Der Begriff „Achter“ bezeichnet einen Weisheitszahn. Das kommt daher, dass sich die Weisheitszähne an achter Stelle auf jeder Seite des Ober- und Unterkiefers befinden. Im Gegensatz zu den anderen Zähnen brechen Achter meist erst im Teenager- oder jungen Erwachsenenalter durch, manchmal auch gar nicht.

Beim Kauen haben Weisheitszähne keine wirkliche Funktion. Bereiten sie keine Probleme, müssen sie jedoch nicht unbedingt gezogen werden. Nur dann, wenn ein Weisheitszahn Probleme bereitet, sollte er chirurgisch entfernt werden: etwa wenn er eine krumme Wurzel hat, schief steht oder von Karies betroffen ist.

Sie haben weitere Fragen?

Sie haben einen zahnmedizinischen Begriff gehört oder gelesen und möchten mehr über seine Bedeutung erfahren? Wir nehmen uns Zeit und erklären Ihnen gerne alles, was Sie wissen möchten.

Vereinbaren Sie einfach einen Beratungstermin –
bei Ihrem Zahnarzt in Hannover (unter: +49 (0) 511 – 51 51 48-0).

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